Alles zu Verpackungen

Gut verpackt- die Natur als Vorbild

Die Natur ist uns, auch beim Thema „Verpackung“, einen Schritt voraus. Dort sind das Ei, die Nuss und die Banane sicher verpackt. Eine simple Banane vereint die perfekte Harmonie von Produkt und Verpackung, dazu auch noch aus einem durch und durch abbaubaren Material. Sie ist sicher vor Umwelteinflüssen verpackt, die Schale hält die Frucht frisch und der Verzehr geht einfach „von der Hand“. Dies gelingt im Bereich von Gütern in der Industrie und dem Handel leider nicht immer.

Geschichte

Der Mensch und seine ersten Verpackungen

Um Vorräte für den Winter anzulegen, musste sich der Mensch etwas einfallen lassen. Er bediente sich der Güter der Natur und stellte aus Leder, Pflanzenblättern und Tierblasen Verpackungen her. Jahre später begannen die Menschen dann, sich ihre Verpackungen und Gefäße aus Holz, Lehm und Gewebe anzufertigen. War diese Methode gängiges Verfahren, kamen mit den Jahren noch Verpackungen aus Wachs und Papier hinzu.


Die Verpackung heute

Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat die Menschheit, durch die Erschaffung der Industrialisierung, eine Menge an Erleichterungen und Wohlstand erfahren. Die Industrie hat dazu auch einen Großteil beigetragen. Ein gutes Beispiel sei hierfür das Produkt Milch genannt. In grauer Vorzeit wurde das leicht verderbliche Lebensmittel in kühlen, offenen Tonkrügen aufbewahrt, wobei hereinfallender Schmutz und Ungeziefer leichtes Spiel hatten. Im Zuge der Erfindung von Pasteurisierung wurde Milch länger haltbar. Verschließbare Flaschen brachten ebenfalls eine hygienische Erleichterung.

Im Jahre 1943 hatten schwedische Erfinder eine geniale wie einfache Idee. Sie entwickelten eine mit Kunststofffolie beschichtete Kartonverpackung in der Form einer dreiseitigen Pyramide - der Tetra Pak war geboren! Seit der Markteinführung im Jahre 1951 gelingt es nun, auch verderbliche Flüssigkeiten luft- und lichtdicht, sowie leicht und handlich zu verpacken. Selbst Weinkenner, welche noch vor Jahren abfällig die Nase über jene Verpackung rümpften, lassen sich immer mehr von den Vorzügen einer Kartonverpackung bekehren.

Dass Fortschritt immer auch einen gewissen Rückschritt mit sich bringt, zeigt sich in dem hohen Preis, welchen Mensch und Natur für moderne Verpackungen bezahlen müssen. Der industrielle Plastikmüll ist, im Gegensatz zu der Banane, nicht kompostierbar. Dreiste Müllentsorgungen in öffentliche Gewässer tragen mitunter dazu bei, dass die Pflanzen- und Tierwelt sowie auch der Mensch immer mehr „plastifiziert“. Das bedeutet, Flora und Fauna entwickeln sich durch die ständige Aufnahme von Kunststoff, wie sie in Plastikflaschen, Frischhaltefolie, Frühstücksboxen, usw. vorkommen, selbst zu einem Tetra Pak.


Kurzum – Plastikverpackungen lassen sich mit einem einzigen Satz beschreiben: „Zunächst praktisch, dann bedrohlich“.

Möchten Sie noch weitere historische und spannende Einblicke in die Verpackungswelt, so empfiehlt sich ein Besuch im sehr interessanten Heidelberger Verpackungsmuseum.